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English Version
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Patienten-Leitfaden
und Information zu Hautkrebs
Aufgrund der täglichen Erfahrung aus der hautärztlichen
Sprechstunde wurde von uns dieser Leitfaden geschrieben,
der sich in drei Kapiteln gliedert über :
1. hellen
Hautkrebs, Basaliom, Plattenepithel Carzinom
2. schwarzer
Hautkrebs, das Melanom
3. ambulante
Operationen an der Haut
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Heller
Hautkrebs wird zunehmend häufiger, nicht nur bei
älteren Leuten.
Es gibt zwei wichtige Arten von sogenanntem „hellen Hautkrebs“, die
häufig sind.
Daneben gibt es noch eine Vielzahl andersartiger, pigmentarmer
Hauttumoren, die aber erheblich seltener vorkommen.
( Keratoakanthome,
Lymphome, Merkelzell-Tumoren, Fibroxanthome, Morbus Bowen und andere
mehr)
Es würde zur Verwirrung führen, hier auf alle
einzugehen.
1.a) Basaliom oder Basalzell Carzinom
beim sogenannten Basaliom oder Basalzell Carzinom entarten die
Deckzellen der Hautoberfläche (Basalzellen bzw. Hornzellen). Dies
kann von der Hautoberfläche ausgehen, aber auch an einer
Haarwurzel oder Talgdrüse, etwas tiefer, beginnen.
Die am häufigsten davon betroffenen Körperstellen sind
Gesicht und der Kopf. Vorallem die stärker der Sonneneinstrahlung
ausgesetzten Stellen wie Stirn, Wangen, Nase, aber auch Hautfalten,
z.B. hinter den Ohren, Nasenwinkel werden von diesem Hautkrebs
häufiger betroffen.
An allen anderen Körperstellen kann heller Hautkrebs aber ebenso
auftreten.
Wichtig ist zu wissen, dass beim Basaliom / Basalzell Carzinom
praktisch keine
Streuung (Metastasen) auftritt, wie es bei anderen
Krebsarten gefürchtet wird.
Bildbeispiele Fall
1 – 6 in Details und Übersicht
Wie fällt Hautkrebs auf ?
Basalzell Carzinome können pigmentiert sein von braun bis schwarz,
sind aber meist hautfarben und beginnen oft als kleine entzündete
Stelle, die nicht abheilen will und die von Zeit zu Zeit nässt,
etwas juckt und eine Kruste bildet.
In manchen Fällen ist es eine hautfarbene, etwas erhabene, feste
Stelle mit einem rundlichen Rand und oft hellbräunlichen Arealen.
In selteneren Fällen haben Basalzellkarzinome sogar schwarzes
Pigment. Seine Erscheinungsformen sind also vielseitig und manchmal von
Alterswarzen (seborrhoischen Keratosen) schwer zu unterscheiden.
Sein Wachstum ist langsam und stetig über Monate bis Jahre. Da die
Hautstruktur gestört wird, entstehen zum Teil offene Stellen, die
vorallem bei jahrelanger Vernachlässigung auch in die Tiefe
vordringen können bis hin zum Angreifen des darunterliegenden
Gewebes und sogar der Knochen führen können.
Wer ist gefährdet ?
Mit zunehmendem Lebensalter nimmt der Kreis der von hellem Hautkrebs
betroffenen Personen zu und so ist heller Hautkrebs ab dem 70sten
Lebensjahr garnicht selten, es gibt aber ausnahmsweise schon bei
Menschen ab Mitte 20 einzelne Fälle von hellem Hautkrebs.
Wie wird behandelt ?
Das übliche Vorgehen der ersten Wahl besteht in der operativen chirurgischen
Entfernung unter örtlicher Betäubung (durch den
Hautarzt).
Bei schwieriger Lage oder Besonderheiten des Patienten sind andere
Verfahren anwendbar wie Röntgenbestrahlung, Photodynamische
Therapie (PDT), 5-Fluor-Uracil Salbe, Imiquimod Creme, Kryotherapie
u.a., die alle ihre Vor- und Nachteile aufweisen und vom erfahrenen
Hautarzt abzuwägen sind.
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Übersicht
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Fall 1
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Fall 2
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Fall 3
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Details
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Übersicht
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Fall 4
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Fall 5
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Fall 6
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Details
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Bild wird beim Anklicken
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zurück mit der Steuertaste (oben links am Browser)
1.b) Plattenepithel Carzinom
oder Spinaliom der Haut
Das Plattenepithel Carzinom der Haut hat in seinem Erscheinungsbild
einige Ähnlichkeiten mit dem Basalzell Carzinom. Es beginnt in der
Regel auch als warzenartige, kleine entzündete Stelle, die nicht
abheilen will und die von Zeit zu Zeit nässt, schmerzt und eine
Kruste bildet.
Bevorzugte Stellen des Auftretens sind Stirn und Scheitelregion, wenn
dort die Haare lichter geworden sind. Häufiger betroffen sind auch
die Handrücken, der Halsausschnitt.
Als besondere Variante z.B. bei Rauchern das Plattenepithel Carzinom an
der Unterlippe.
Anders als beim Basalzellkarzinom ist das Wachstum etwas agressiver und
es kommen nach monatelangem, unbehandelten Verlauf ganz vereinzelt
Fälle von Streureaktionen mit Metastasen in den
nächstgelegenen Lymphknoten vor.
Wie fällt Hautkrebs auf?
Auch Plattenepithelkarzinome sind hautfarben und beginnen oft
warzenartig, oder als entzündete Stelle, die nicht abheilen will
und die von Zeit zu Zeit schmerzt und eine Kruste bildet. In vielen
Fällen geht eine sogenannte Lichtwarze voraus, die oft jahrelang
besteht und auf ein Mal unruhig wird. Von Basalzellkarzinomen sind
Plattenepithelkarzinome manchmal schlecht zu unterscheiden.
Das Wachstum ist langsam und stetig über Monate bis Jahre und es
entstehen gelegentlich offene Stellen.

Wer ist gefährdet?
Mit zunehmendem Lebensalter nimmt der Kreis der von hellem Hautkrebs
betroffenen Personen zu und so ist heller Hautkrebs ab dem 70sten
Lebensjahr nicht selten. Gefährdet sind auch Personen mit
geschwächter Körperabwehr, auch z.B. bei Einnahme bestimmter
Medikamente oder nach Organtransplantationen.
Wie wird behandelt?
Das übliche Vorgehen besteht in der operativen chirurgischen
Entfernung unter örtlicher Betäubung (durch den Hautarzt).
Bei schwieriger Lage oder Besonderheiten des Patienten sind beim
Plattenepithel Karzinom andere Verfahren anwendbar wie
Röntgenbestrahlung u.a., die ihre Vor- und Nachteile aufweisen und
vom erfahrenen Hautarzt abzuwägen sind.
Was sollte man nicht tun? Lange
warten !
Falls noch Unklarheiten bestehen, sprechen Sie direkt mit Ihrem
Hautarzt.
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Das
maligne Melanom
Das maligne Melanom stammt von den Pigmentzellen der Haut ab. Es kommt
etwa bei einer Person von 7000 Einwohnern pro Jahr vor und wird meist
entdeckt als ein flach in der Haut liegender Pigmentfleck, der
unregelmässig aussieht. Es ist in 2/3 der Fälle
- der oberflächliche Typ (superfiziell spreitendes Melanom SSM).
Weitere Typen sind
- der knotige Typ (noduläres
Melanom)
- der bösartige Altersfleck (Lentigo-maligna Melanom)
und andere. Melanome sind nicht immer schwarz oder braun, manchmal sind
sie pigmentlos.
Ein Melanom kann
an jeder Stelle der Körperoberfläche
auftreten.
Anzeichen für das Vorliegen eines Melanoms sind:
- Wachstum eines Pigmentflecks über einige Monate,
- unregelmässiges Aussehen mit unregelmässigem Rand,
- mehreren Farbtönen (mehr als zwei Farben), eventuell Juckreiz.
Wie kann ein Melanom aussehen ? Was denken Sie was das
ist ....
Besonders
gefährdet sind:
- Menschen mit sonnenempfindlichem Hauttyp,
- hellhäutige, rothaarige, sommersprossige Menschen
- mit Sonnenbränden in der Kindheit,
- mit mehr als 50 Muttermalen und
- Menschen mit Hautkrebs in der direkten Verwandtschaft
Wichtig ist die
frühzeitige Entdeckung und baldige operative
Entfernung
Behandlung
Das maligne Melanom wird fast ausschliesslich chirurgisch entfernt. Die
meisten Melanome weisen in Deutschland eine Tumordicke von unter 2 mm
auf. Der seitliche Sicherheitsabstand, der dann chirurgisch zu
entfernen ist, beträgt dann 1 cm allseits im Gesunden.
Bei Melanomen bis zu 1 mm Tumordicke ist nach der chirurgischen
Entfernung inclusive Entfernung des Sicherheitsabstandes von 1 cm
gesunder Randzone die Behandlung abgeschlossen.

Wichtig ist die
frühzeitige Entdeckung und baldige operative Entfernung
Nachuntersuchungen
Die Nachuntersuchung entscheidet sich an den genauen Einzelheiten aus
dem histologischen Befund der Gewebsuntersuchung. Das wichtigste
Merkmal ist die dort angegebene Tumordicke in Millimetern, bzw. das
Clark Level.
Die Nachsorgeregel (Regeln gelten für Deutschland) erfordert
entsprechend der DDG Leitlinien (www.AWMF-online.de) bei Melanomen
unter 1 mm Tumordicke über 5 Jahre eine 2 x jährliche
Haut-Untersuchung bzw. Ganzkörperinspektion, danach 1x
jährlich.
Nachsorgeuntesuchungen
maligner Melanome der Haut (Intervalle in
Monaten)
Melanome mit Tumordicke unter
1mm (nach Breslow)
Körperliche Untersuchung :
1. - 5. Jahr : alle 6 Monate , danach im 6. - 10. Jahr : alle 12 Monate
sonstige Untersuchungen:
Sonografie: nicht erforderlich, Blutuntersuchungen: nicht erforderlich,
CT oder Röntgen: nicht erforderlich
Melanome mit
Tumordicke Tumordicke über
1 mm (nach
Breslow)
Körperliche Untersuchung:
1. - 5. Jahr : alle 3 Monate, danach im 6. - 10. Jahr : alle 6 Monate,
- je nach Besonderheit weitere Untersuchungen und eventuell besondere
Behandlungsverfahren, die Sie unbedingt mit dem spezialisierten
Hautarzt besprechen sollten.
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Detailierte Angaben in den Leitlinien der Deutschen Dermatologischen
Gesellschaft u. Deutschen Krebsgesellschaft (www.leitlinien.de)
und http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/032-024.htm
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Patienten-Leitfaden
Verhalten bei ambulanten Operationen
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diese Schrift soll Ihnen
allgemeine Informationen und Hinweise über den üblichen
Ablauf und die richtigen Verhaltensweisen bei kleineren ambulanten
Operationen in der Hautarztpraxis bieten.
Die Beschreibung betrifft den allgemeinen Fall, Besonderheiten und
Variationen im Einzelfall sind selbstverständlich häufig und
diese müssen Sie natürlich mit Ihrem Hautarzt besprechen.
Informationen vor Operationen, die
Sie
Ihrem Arzt mitteilen sollten:
Urlaubsreise direkt oder kurz nach der Operation, Einnahme von
blutverdünnenden Mitteln wie Acetylsalicylsäure/ASS oder
Marcumar, Herzschrittmacher-Träger, Endocarditis-Prophylaxe,
familiäre Blutungsneigung, eingeschränkte
Körperabwehrlage, chronische Infektion
mit übertragbarem Erreger (Hepatitis, HIV u.a.), bekannte Allergie
auf örtliche Betäubungsmittel, Pflasterallergie, um nur ein
paar Dinge zu
nennen.
Ablauf einer üblichen
chirurgischen Operation in der
Hautarztpraxis:
Die chirurgischen Operationen in einer Hautarztpraxis werden
üblicherweise in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Nach Hautdesinfektion werden, um die zu operierende Stelle, in die Haut
Spritzen gesetzt mit örtlichem Betäubungsmittel, das nur
direkt in der
Haut wirkt. Damit wird für die Operation der Schmerz
vollständig ausgeschaltet.
Die Spritzen merkt man etwas, die Operation normalerweise garnicht.
Nachdem dann die zu operierende Stelle entfernt ist, wird die Wunde mit
einer Naht verschlossen, bei tieferen Stellen zuerst mit innenliegenden
Fäden, darüber mit einzelnen Nähten. Darüber wird
ein trockenes, gut sitzendes Pflaster geklebt, das meist mehrere Tage
bleibt.
Die Fäden werden nach ca 14 Tagen entfernt, im Gesicht meist
deutlich früher (eine Woche).
Ein gewisser Wundschmerz nach Abklingen der Betäubung ist für
ein paar Tage zu erwarten, Schmerztabletten sind aber, wenn
überhaupt, eventuell
nur für den ersten Abend erforderlich.
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Mögliche
Komplikationen nach einer Operation
Eine Nachblutung der
OP-Wunde ist sehr selten, sie tritt nur bei tieferen Stellen auf. Es
kommt ganz selten einmal vor, dass ein Blutgefäss aufgeht.
Was sollte man tun, wenn die OP-Wunde blutet ?
Wundverband ganz abnehmen, nachsehen von wo genau es blutet, mit
sauberem Verbandsmaterial oder Taschentuch exakt auf diese Stelle
drücken und den nächstliegenden Arzt aufsuchen, bzw. mit
Ihrem Hautarzt Kontakt aufnehmen.
Infektionen der frisch
operierten Stellen durch Bakterien sind äusserst selten. Je
grösser und tiefer eine Operation geht, um so eher ist eine
Infektion möglich. Wenn eine Operationswunde sauber und trocken
abgedeckt bleibt und unter einem Pflaster geschützt ist, treten
bedeutsame Wundinfektionen (nach unseren Erfahrungen bei Operationen in
Hautarztpraxen) so gut wie garnicht bzw. als absolute Ausnahme
einmal auf.
Aufgehen der frischen Wunde ist selten und passiert, wenn man diese zu
früh belastet und sich zu viel bewegt z.B. Sport treibt, wenn man
sich
daran stösst, wenn die Wunde sich doch infiziert hat oder wenn man
die Fäden (innenliegende) nicht verträgt. Dies ist aber, wie
gesagt eine Ausnahme.
Narbenbildung ist selten
ein ernstes Problem und in vielen Fällen abhängig vom
Patienten, z.B. von der Stelle, wo die Wunde liegt, von der
persönlichen Neigung zur guten oder schlechten Wundheilung, dem
richtigen und vorsichtigen Verhalten nach der OP (siehe oben).
Narben werden im Gesicht meist gut, über dem Brustbein und
über den Schultergelenken manchmal unregelmässig und
können am Rücken etwas in die Breite gehen.
Bei manchen Menschen besteht eine Neigung zur wulstigen Narbenbildung (Keloid), die sich erst nach
etwa 6 Wochen ausbilden kann und die man vorher nicht sicher
voraussagen kann.
Schwangerschaft stellt
für einen notwendigen kleineren chirurgischen Eingriff kein
wirkliches Problem dar, wie ja auch zahnärztliche Behandlungen.
Die relativ kleinen Mengen der injizierten örtlichen
Betäubungsmittel stellen für Mutter und Kind normalerweise
kein Risiko dar.
Falls noch Unklarheiten bestehen, sprechen Sie direkt mit Ihrem
Hautarzt.
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